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Bräuche

Bräuche finden sich zu jedem Anlass – natürlich auch zur Hochzeit. Sie sind von Land zu Land, ja von Region zu Region unterschiedlich. Daher gibt es eine Vielzahl von Hochzeitsbräuche. Hier ein kleiner Auszug der bekanntesten und gängigsten. Wir würden uns freuen, wenn wir auch ihren Brauch hier veröffentlichen dürfen.

 

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues.
All dies sollte jede Braut bei der Hochzeit tragen!
Das Alte steht für den früheren Lebensabschnitt, das Neue für das Leben nach der Heirat.
Das Geliehene ist ein Symbol für Freundschaft und das Blaue ein Zeichen der Treue.
(Danke an Sabine aus Bonn)

 

Vaziagn ( = Verziehen):

Wenn die Braut nach der Hochzeit in eine anderes Dorf umzieht, dann wird von den Jugendlichen nach der kirchlichen Trauung vor der Kirche ein Band gespannt. An diesem Band muss jedes Paar anhalten. Zuerst kommt das Brautpaar dran. Die Jugendlichen sagen ein kleines Sprücherl auf und bieten dem Paar ein Achterl Wein an. Das leergetrunkene Glas muss danach am Boden aufgeschlagen werden, sodass es zerspringt. Daraufhin muss das Pärchen noch eine kleine Spende für die Jugendlichen hinterlassen, um das Band passieren zu dürfen. Alle Pärchen müssen am Band halten, bis sich der Hochzeitszug endlich weiterbewegen darf.
(Danke an Susi aus NÖ)

 

Herz ausschneiden:

Ein Herz auf ein Bettlaken malen. Das Ehepaar muss dieses Herz dann mit Nagelscheren ausschneiden. Danach muss der Ehemann seine Braut durch das Herz tragen
(Danke an Simone aus Siegm.)

 

Rosentanz:

Ca. 20 Rosen werden heimlich unter die männlichen Hochzeitsgäste verteilt.
Die Männer stellen die verblichenen Freunde der Braut dar.
Nach und nach kommen die Männer einzeln auf die Braut zu und bitten um einen Tanz, übergeben der Braut dabei die Rose. Die abgeklatschten Männer bilden einen Kreis um die Tanzenden. Hat der letzte Mann seine Rose verschenkt, wird die Braut auf einem Stuhl in die Höhe zur Bar getragen.
(Danke an Andrea aus München)

 

Hochzeitslauf:

Die Junggesellen einer Hochzeitsgesellschaft müssen Barfuß bzw. nur in der Unterhose bekleidet ein Rennen (ca 100-150 Meter) bestreiten. Der Sieger darf die Braut "stehlen", der zweite die Kranzelbraut. (stehlen = entfüren)
(Danke an ???)

 

Lachende / Weinende Braut:

Wenn die Braut in der Kirche lacht, heißt es: lachende Braut, weinende Frau.

(Danke an ???)

 

Hand anhalten:

Heut zu Tage muss man nicht mehr um die Hand der Braut anhalten. Möchten Sie es doch machen, freuen sich die zukünftigen Schwiegereltern sicher sehr darüber. Wenn Sie Ihnen noch eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen redet es sich viel leichter.

 

Hochzeitslader:

Um Freunde und Verwandte zur Hochzeit persönlich einzuladen, wird mit Gesang und Gedichten ein „Hochzeitslader“ ausgeschickt.

 

Der Polterabend:

Vor der Hochzeit lädt das Brautpaar all seine Freunde zu sich nach Hause ein. Die Feier stellt den gemeinsamen Abschied der Brautleute aus dem Kreis der Unverheirateten dar. An diesen Abend wird Porzellan zerschlagen, das die Brautleute anschließend gemeinsam zusammenkehren müssen.

 

Junggesellenabschied:

Braut und Bräutigam verabschieden sich von ihren Junggesellenleben. Jeder feiert nochmals für sich mit seinen Freunden den Abschied vom Junggesellenleben.

 

Reis werfen:

Dieser Brauch wird beim Ausschreiten des Brautpaares aus der Kirche oder dem Standesamt vollzogen. Die Hochzeitsgäste werfen dabei Reiskörner manchmal auch Getreide oder Konfetti über das aus der Kirche bzw. dem Standesamt ausschreitende Brautpaar. Das Werfen des Reis soll nach alter Überlieferung die Fruchtbarkeit dem Brautpaar bringen. (Fragen Sie aber unbedingt vorher nach ob dieser Brauch auch gestattet ist, da mancher Orts kein Verständnis dafür aufgebracht wird.)

 

Dosen am Fahrzeug:

An das Brautauto wird eine Schnur mit Blech, alten Dosen und dergleichen angebunden. Durch den Lärm der nachschleifenden Teile werden alle Leute darauf aufmerksam gemacht, dass hier ein Brautpaar unterwegs ist. Um so lauter es scheppert um so Schöner die Ehe. Dies ist ein Schöner und hoffentlich lauter Brauch!
(Danke an Sarah)
 

 

Strumpfband versteigern:

Das Strumpfband kann vom Bräutigam versteigert werden. Man setzt einen gewissen Betrag fest (z.B.: 20,- ,50,- oder 100,- ÖS) und jedes Mal wenn jemand etwas bietet schiebt die Braut das Hochzeitskleid etwas höher. Dies geht so lange bis das Strumpfband sichtbar wird. Der „Käufer“ darf sich dann das Strumpfband selber vom Bein nehmen.

 

Brautstrauß werfen:

Die Braut wirft ihren Brautstrauß (meist um Mitternacht), mit dem Rücken zu den umstehenden, unverheirateten Frauen gedreht, unter diese. Welche der Damen den Strauß fängt, soll der Überlieferung nach als nächste heiraten.

 

Schleiertanz:

Um die nächste Braut zu bestimmen kann auch der Schleier abgenommen werden und beim tanzen mit unverheirateten Frauen, blind aufgesetzt werden.

 

Braut entführen:

Nach der Tafel wird die Braut von Trauzeugen und Gästen in ein nahes Lokal entführt. Der Bräutigam muss sie suchen und darauf achten ob die Braut den Strauß mitgenommen hat. Ist dies so, muss der Bräutigam die Zeche für die Entführung zahlen. Wenn der Strauß vergessen wurde, braucht der Bräutigam seine Frau nur finden und zurück bringen. Bei diesem Brauch muss man nur bedenken das in der Zwischenzeit sich die anderen Gäste langweilen.

 

Die Entführung der Braut:

Gute Freunde entführen die Braut bei der Hochzeitsfeier. Oft wird mit der Braut von Lokal zu Lokal gezogen. Die dabei entstehende Zeche muss der nachfolgende Bräutigam übernehmen. Ausgenommen der Brautstrauß bleibt bei der Tafel zurück. Kommt nach einigen Suchen der Bräutigam , muss er seine Frau schließlich auslösen. Dies kann in vielfältiger Weise erfolgen: Singen, Tanzen, Vortrag eines Gedichtes, Wohnungsputz oder Abwasch fürs nächste Monat, usw.

 

Die Braut wird von ihrem Cousin/Bruder nach der Tafel entführt und der Bräutigam muß Sie von der nahegelegenen Veranda oder ähnliches ersteigern. Das heißt das der Cousin/Bruder dem Bräutigam ein paar Frauen zeigt und der Bräutigam zuerst seine Angebetete finden und dann ersteigern muß. Gebote beginnen zum Beispiel bei einem Schaf und 100.- Schilling,... und enden dort wo der Cousin/Bruder sich zufrieden gibt. Das Geld bzw. die ersteigerten Gegenstände werden zum Schluß als Mitgift, dem frisch vermählten Ehepaar mit gegeben.Viel Spaß noch in eurem neuen Lebensabschnitt,...
(Danke an Don Dragan)

 

Kranzltanz:

Der Braut wird der Schleier abgenommen und Sie bekommt statt dessen ein Kopftuch und eine Schürze umgebunden. Gäste werfen Kleingeld und die Brautleute müssen mit Besen und Schaufel das Geld einsammeln. Um das ganze zu erschweren kann Mann den Bräutigam auch auf den Kopf stellen um das gesammelte Geld wieder auf den Boden zu leeren. Dieser Brauch soll das Zusammen halten im Alltag symbolisieren.

 

Schleier abtanzen:

Im Laufe der Hochzeitsfeier tanzt das Brautpaar unter dem Brautschleier. Dieser wird von den Trauzeugen gehalten. In weiterer Folge tanzt jeder der Gäste eine Runde mit der Braut, natürlich nicht ohne vorher ein wenig Geld in den Schleier zu legen, wodurch der jeweilige Tanzpartner abgelöst wird.

 

 

 

Bitte tragen Sie hier Ihren Vorschlag für einen neuen Brauch ein.

Wenn Sie möchten fügen wir gerne Ihren Namen dem Eintrag hinzu

  

 



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letzte Aktualisierung 21.12.06

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